Wir sind für Sie da! Damit Sie sagen können: "Ich HAPP's gut!"

Eine Leistung von welcher leider viele pflegende Angehörige wenig Kenntnis haben, ist die sogenannte Verhinderungspflege (nach §39 Sozialgesetzbuch XI). Die Folge ist, dass dieses Leistungen von vielen Pflegebedürftigen Menschen nicht oder nur teilweise genutzt werden. Jedes Jahr besteht ein Anspruch auf Verhinderungspflege. Dies sind Leistungen, welche meist nach Zeit bspw. durch einen Pflegedienst abgerechnet werden und dazu dienen, pflegende Angehörige in Situationen wie Urlaub, Krankheit oder schlichtweg bei Verhinderung durch zusätzliche Arbeiten bzw. Familienangelegenheiten, zu entlasten und zu vertreten.

Voraussetzung für diesen Anspruch ist ein vorhandener Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) seit mindestens 6 Monaten sowie eine vorhandene Pflegeperson (z.B. Angehörige).
Über diese Leistung ist es möglich sich zusätzlich zu dem monatlich ausgezahlten Pflegegeld professionelle Unterstützung in die Häuslichkeit zu holen um bspw. einer drohenden Überlastung der Pflegeperson vorzubeugen und gezielte zeitliche Freiräume zu schaffen.

Der Anspruch besteht auf ein jährliches Budget in Höhe von 1.612 Euro. Zusätzlich ist es möglich, die Ansprüche auf eine stationäre Verhinderungspflege (§42 Sozialgesetzbuch XI) in eine zusätzliche ambulante Verhinderungspflege umzuwidmen. Hieraus ergibt sich damit zusammengenommen ein Anspruch auf 2.418 Euro im Jahr.

Um die Verhinderungspflege nutzen zu können, wird von den meisten Pflegekassen ein Antrag vorausgesetzt. Einen Antragsvordruck welcher von allen Pflegekassen akzeptiert wird können Sie hier abrufen.

Wichtig zu wissen bei der Antragsstellung ist:

  • Die Verhinderungspflege sollte an UNTER 8 Stunden pro Tag erbracht werden, da ansonsten eine Kürzung des Pflegegeldes eintritt.
  • Sie sind nicht dazu verpflichtet, gegenüber der Pflegekasse Ihre genaue familiäre Situation darzustellen. Es ist vollkommen ausreichend, der Pflegekasse mitzuteilen, dass es sich um  „sonstige Gründe“ für die Verhinderungspflege handelt.
  • Die Verhinderungspflege sollte möglichst für den Zeitraum des gesamten Jahres am Jahresanfang beantragt werden, um diesen bürokratischen Aufwand in herausfordernden Situationen bereits erledigt zu haben.

Haben Sie weitere Fragen rund um das Thema „Verhinderungspflege“?

Kommen Sie aus dem Raum Hamburg und möchten unsere Leistungen in Anspruch nehmen?

Wünschen Sie sich ein umfassendes persönliches Beratungsgespräch?

Melden Sie sich gern bei uns, damit wir gemeinsam Ihr Anliegen klären können. Wir freuen uns auf Sie!

 

Comments are closed.